Antifa Kongress Bayern vom 3.-5.11.2017

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2017 kommt der Antifa-Kongress Bayern wieder nach München. Vom 3. bis zum 5. November wollen wir mit euch gemeinsam in Austausch treten, diskutieren, Perspektiven und Strategien entwickeln. In einer Reihe von Vorträgen werden wir uns mit rechten Bewegungen, Ressentiments und Ausgrenzung auseinandersetzen und an Debatten um Kapitalismuskritik, Geschlechterverhältnis und Alternativen zu den herrschenden Zuständen anknüpfen.

Auch dieses Jahr soll der Kongress einen Rahmen zum Kennenlernen und Vernetzen bieten. Außerdem werden wieder praktische Workshops, etwa zu Emotionaler Erster Hilfe, Stop-Deportation- und Demosani-Arbeit, auf dem Programm stehen. Und natürlich wird auch diesmal Party und Abgehänge nicht zu kurz kommen.

Ankündigungen und Programm bald unter antifakongress.blogsport.eu

Großbetriebe in Dachau: Autoliv Dachau-Ost und Helios Amper Kliniken

Was hat man nicht alles gelesen seit dem Wahlergebnis. Dachau hat fast keine Arbeitslosen, Dachau geht es wirtschaftlich hervorragend. Eine Oase des Wohlstands. Speckgürtel München genauer gesagt. Doch es gibt auch hier genug Malocher_innen, die Dreck fressen müssen. Zwei Beispiele:

Autoliv schließt Standort – 120 Arbeiter_innen verlieren ihre Jobs

Der Automobilzulieferer Autoliv hat – wie bereits vor zwei Jahren angekündigt – vor den Standort in Dachau-Ost dicht zu machen. Autoliv ist in der Herstellung von Airbags marktführend. Außerdem werden Sicherheitsgurte entwickelt. Die Konzernleitung spricht von Kostendruck. Gemeint ist damit aber wesentlich billiger in Polen und Rumänien zu produzieren, wo die „Lohnminute“ 40 Cent weniger koste.

Seit 2011 werden Werke von Autoliv in der BRD geschlossen. Übrig blieben Elmshorn und eben Dachau. Die Produktion von Airbags wird künftig ausschließlich in Polen erfolgen. Mitte September wurden die Beschäftigten informiert, dass sie ihre Jobs verlieren werden. Bis 2019 soll Dachau-Ost „abgewickelt“ sein. Die betroffenen Arbeiter_innen sind 70 in der direkten Produktion und weitere 50 in produktionsnahen Bereichen. Sie sind die letzten verbliebenen von dereinst 700 Beschäftigten. An der Siemensstraße plant Autoliv bis 2020 ein Technologiezentrum zu errichten. Die Mitteilung der Konzernführung Dachau damit als konzernweiten Entwicklungsstandort zu erhalten, ist mehr als zynisch. Weiterlesen

Gegen die AfD Veranstaltung mit Beatrix von Storch am 16.9.2017 in Dachau

18:00 Uhr | Ludwig-Thoma-Haus

Am 24. September wird voraussichtlich eine radikal rechte Partei in den Bundestag einziehen. Mit der „Alternative für Deutschland“ (AfD) hat sich eine Kraft etabliert, welche einen fortschreitenden gesellschaftlichen Rechtsruck in Form von Wähler_innenstimmen auszuschöpfen vermag. Die AfD im Jahre 2017 kann bei weitem nicht mehr mit der AfD zur Zeit ihrer Gründung 2013 verglichen werden. Startete sie als neoliberale sozialchauvinistische „Professorenpartei“ gesellschaftlich gehobener Schichten, welche ärmere, abgehängte Länder wie Griechenland abkoppeln wollten, da sie den eigenen Wohlstand in der BRD in Gefahr sahen, wandelte sich die AfD nach mehreren internen Spaltungen zu einer rechten Bewegungspartei. Sie vereint völkischen Nationalismus, islamophoben Rassismus, Nationalkonservatismus und Antifeminismus. Weiterlesen

Was ist Ironie?

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Screenshot aus der Süddeutschen Zeitung vom 28.07.2017

„Feiner, verdeckter Spott, mit dem man etwas dadurch zu treffen sucht, dass man es unter dem augenfälligen Schein der eigenen Billigung lächerlich macht“

Völkischer AfD Flügel gründet „Gewerkschaft“

AfD Wahlkampfvehikel Artikel in der DIREKTEN AKTION vom 26.07.2017

„Der faschistische Flügel der AfD gründet einen Verein und nennt ihn Gewerkschaft. Der Einsatz für die Interessen der Lohnabhängigen ist mehr als unglaubwürdig

Stolz meldete die AfD ihren Erfolg am 1.Mai 2017: 1200 Menschen folgten dem Aufruf des völkischen Höcke-Flügels zur Demonstration in Erfurt unter dem Motto „Sozial ohne Rot zu werden“. Auf der DGB Kundgebung waren es wesentlich weniger TeilnehmerInnen. Ist die AfD tatsächlich eine soziale Kraft?
Eine neue Gewerkschaft?

Die ostdeutsche AfD überraschte an diesem Tag noch mit einer anderen Mitteilung: Sie rief zum Beitritt in den „Alternativen Arbeitnehmerverband Mitteldeutschlands“, kurz „ALARM!“, auf. Zwar gibt es in der AfD bereits die „Alternative Vereinigung der Arbeitnehmer“ (AVA e.V.) und den Verein „Arbeitnehmer in der AfD“ (AidA). Der neue Verband soll aber mehr sein als eine Interessenvertretung innerhalb der Partei.

Ver.di und Co hätten die Interessen der ArbeitnehmerInnen verraten und stellten sich gegen die AfD. Sie seien keine Gewerkschaften mehr und „deswegen brauchen wir eine neue und das wird Alarm! sein.“, so Jürgen Pohl, der Initiator des Ganzen. Pohl ist Anwalt, steht auf Platz zwei der Thüringer Landesliste für den Bundestag und ist als Höckes Büroleiter Teil des neofaschistischen Flügel der AfD. Weiterlesen

Aktuell: Hausbesetzung in München!

Aktionserklärung zur Besetzung des „Schnitzelhauses“ im Münchner Westend am 22.07.2017

Anmerkung: Das Haus wurde noch am 22.7. geräumt. Geschnappt haben sie niemanden. Pressemitteilung zur Räumung und anderes unter fuerlauhaus.blogsport.eu
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„Hiermit erklären wir das „Schnitzelhaus“ (Holzapfelstraße 10) im Münchner Westend für besetzt!

Während in München ebenso wie in anderen Städten die Mieten steigen, Geflüchtete in Zelten oder Containern leben müssen, Obdachlose keine Unterkunft finden können und Sozialhilfe-Empfänger_innen zunehmend weiter in die Außenbezirke der Stadt verdrängt werden, stehen in der Münchner Innenstadt zahllose Gebäude ungenutzt leer. Dabei ist nicht nur Wohnraum ein knappes Gut in der Stadt, sondern auch unkommerzielle Räume gibt es in München kaum. Das sind Räume, in denen auch Menschen verkehren können, die sich den Konsum von Speisen und Getränken zu Restaurantpreisen nicht leisten können. Diese Menschen werden so vom öffentlichen Leben systematisch ausgeschlossen und stehen in der Gesellschaft zunehmend isolierter da. Weiterlesen

21.-23.07.17: Contemporary & Urban Art Festival in Dachau

„GRAFFITI“ IST FÜR VIELE MENSCHEN, NACH 33 JAHREN SEINES ERSCHEINENS AN DEUTSCHEN MAUERN UND ZÜGEN, NOCH IMMER EIN REIZTHEMA. DABEI BESCHREIBT DER, SCHMIEREREIEN UMSCHREIBENDE, BEGRIFF „GRAFFITI“ IN KEINER WEISE DIE TIEFEREN UND WEITEREN INTENTIONEN DER SCHMIERER.

DIE GESAMTE BILDSPRACHE UM DIE SPRÜHDOSE WIRD ALS „AEROSOL CULTURE“ BEZEICHNET. DAS KALLIGRAPHISCH INDIVIDUELLE AUSARBEITEN VON NAMENSZÜGEN WIRD „STYLE WRITING“ GENANNT.

DIESE AUSDRUCKSFORM AUS NEW YORK HAT 1983 IN MÜNCHEN FUSS GEFASST UND GENERATIONEN VON JUNGEN MENSCHEN IN SEINEN BANN GEZOGEN

Infos, Locations und Termine unter outercircle.de

Pro Choice is ois! Aufruf gegen den 1.000 Kreuze Marsch am 25. Juli 2017 in Salzburg

So sicher wie das Amen im Gebet: Pro Choice is ois!

2008 gab es erstmals (pro-)feministische Proteste gegen den ersten „1000 Kreuze Marsch“ in Salzburg. Dabei standen Pro-Choice-Aktivist_innen christlich-fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnen gegenüber. Zweitere propagieren ein sexistisches, rassistisches, transphobes und homophobes Weltbild. Frauen* ordnen sie einzig die Rolle einer Mutter zu und Abtreibung wird mit Mord gleichgesetzt. Pro-Choice (englisch „für die Wahlfreiheit“) steht hingegen für das sehr einfache und einleuchtende Prinzip, dass gebärfähige Menschen, das heißt Frauen*, Lesben, Inter- oder Trans-Menschen (kurz: FLIT), sehr gut selbst entscheiden können und sollen, ob, wann und wieviele Kinder sie bekommen möchten. Dazu gehört selbstverständlich auch das Recht auf einen frei zugänglichen Schwangerschaftsabbruch. Frei zugänglich bedeutet auch, dass dieser kostenfrei sein, in zumutbarer Nähe angeboten werden und die Entscheidung für und gegen Kind(er) unterstützt werden muss. Reproduktive Rechte bedeuten, dass ALLE Menschen das Recht haben auf einen selbstbestimmten Umgang mit ihrer Gebärfähigkeit. Dazu gehört das Recht, Kinder zu bekommen genauso wie das Recht, keine Kinder zu bekommen. Weiterlesen

8. Juli 17: Wegen Rosenheimer Polizeiwillkür – Demo zum deutschen Konsulat in Salzburg

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Trotz Gerichtsurteil – Polizeitheater nach Blockadetraining geht weiter

„Scheiß Kiwarei!“ (österreichisch für Polizei) unter diesem Motto findet am kommenden Samstag eine Demonstration gegen „staatliche Repression“ zum deutschen Konsulat in Salzburg statt. Hintergrund für die Demo ist, dass die Rosenheimer Polizei einem Gerichtsurteil zum Trotz, weiter gegen mutmaßliche Teilnehmer*innen u.a. aus Österreich wegen eines Blockadetrainings in Rosenheim ermittelt.

Anfang April gab es in Rosenheim einen Polizeieinsatz gegen ein völlig legales Blockadetraining: Auf Grundlage der dabei erhobenen Daten wurden anschließend rechtswidrige Meldeauflagen gegen die mutmaßlichen Teilnehmer*innen erlassen, welche jedoch vom Bayerischen Verwaltungsgericht gekippt wurden. Die drei Richter*innen stellten nach Sichtung der Videodokumentation aus einem Polizeihubschrauber fest, dass bei dem Blockadetraining, „kein Einüben von Gewalt durch die ‚Demonstranten‘ im Rollenspiel gesehen werden kann“. Somit habe die Rosenheimer Behörde ihrer „Gefahrenprognose“ eine „unzutreffende Tatsachenfeststellungen zugrunde gelegt“. Weiterlesen

23.06. Antifa Demo: Für ein solidarisches Schwabing – kein Platz für rechte Netzwerke!

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Freitag, 23.06.17 | 18:00 Uhr | Geschwister Scholl Platz

„Im Münchner Alltag wird die Identitäre Bewegung (IB) immer präsenter. Ein Banner, das Aktivist_innen von der Frauenkirche herunterließen, Propaganda-Aktionen an der Uni und am Rande von Demonstrationen, zahlreiche Störungsversuche und Angriffe auf linke Veranstaltungen – die Liste ist lang. Doch spätestens seitdem ihnen in Schwabing Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, und schon wenige Tage nach dem Einzug hunderte Sticker verklebt und unzählige Male das Logo der IB an Hauswände im ganzen Viertel gesprüht wurden, sollte klar sein,dass es sich bei den Identitären um ein Problem handelt, das weder ignoriert, noch totgeschwiegen werden kann. Weiterlesen