12.&13.10.19: Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen* und Mädchen


10-17:00 Uhr | Barrio Olga Benario | München-Giesing

Frauen* sind in ihrem Leben vielfältigen Arten von Gewalt ausgesetzt. Von verbalen und nonverbalen alltäglichen Grenzverletzungen, bis hin zu schlimmen Formen der sexualisierten Gewalt. Durch antrainiertes, sozialisiertes Verhalten fällt es uns oft schwer Grenzen zu setzen, uns zu wehren und uns körperlich zu verteidigen, wenn dies geboten ist!
In den Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungseinheiten kannst du deine Stärken entdecken, Strategien verbaler, nonverbaler und körperlicher Verteidigung erproben und so deinen ganz individuellen Weg finden, deine Grenzen zu setzen und zu verteidigen. Weiterlesen

Solidarität mit Max! Demonstration 17.09.19: Fight repression! Fight Gentrification


München | 17.9.19 | Georg Freundorfer Platz 18:30 Uhr U-Bahn-Aufgänge Höhe Geroltstraße 30a

Aufruf des antifaschistischen Kollektivs CSA

In München zeigen sich Gentrifizierung und Verdrängung mit am deutlichsten. Die Stadt zählt schon seit Jahrzehnten zu den Teuersten des Landes. Während unzählige Wohnungen oder sogar ganze Häuser leerstehen, damit diese Luxus saniert werden können, suchen Menschen ohne fetten Geldbeutel oft vergeblich nach halbwegs bezahlbarem Wohnraum. Über 9000 Menschen gelten in München, als eine der reichsten Städte Deutschlands, als obdachlos. Die Dunkelziffer der wohnungslosen Menschen liegt somit vermutlich deutlich höher. Ein Stadtteil nach dem anderen wird „aufgewertet“. Dies geht immer mit der Vertreibung von ärmeren Menschen einher. Soziale und kulturelle Teilhabe werden genauso wie das simple Existenzminimum – ein Raum zum Essen und Schlafen – zum Luxusgut. Die Preise für ÖPNV (öffentlichen Personennahverkehr) steigen jährlich und sind für viele unbezahlbar. Weiterlesen

08.10.19 Filmvorführung: „Der zweite Anschlag – Rassistische Gewalt in Deutschland

19:00 Uhr | FREIRAUM DACHAU | Brunngartenstr. 7


Eine Anklage der Betroffenen
Mit Anwesenheit der Regisseurin Mala Reinhardt

Link zur Veranstaltung

„Das Boot ist voll!“, „Ausländer raus!“, „Deutschland den Deutschen“. Die Parolen der Rechten sind mittlerweile unüberhörbar geworden. Genauso die Gewalt, die sich gegen jene Menschen richtet, die als „fremd“ wahrgenommen werden. Mit erschreckender Kontinuität wiederholen sich seit Jahrzehnten rassistisch motivierte Ausschreitungen, Angriffe und Morde in der Bundesrepublik Deutschland. DER ZWEITE ANSCHLAG dokumentiert die bisher kaum beachtete Perspektive der Betroffenen dieser Gewalt und stellt sie in den Mittelpunkt. In tiefgehenden Interviews entwickelt der Film ein präzises Bild der teils traumatischen Erlebnisse, welche die Protagonist*innen des Films durchlebt haben. Weiterlesen

01.10.19 Antifa Infocafé: Die extreme Rechte an der Regierung

20:00 Uhr | FREIRAUM DACHAU | Brunngartenstr. 7 | freiraum-dachau.de

Was uns in der BRD bislang verwehrt blieb, ist anderenorts bereits Realität. Die extreme Rechte befindet sich nicht nur im Aufwind, sondern stellt als Koalitionspartner Regierungen. Im Zuge neoliberaler Umwälzungen, der Finanzkrise 2007/08 und schließlich der so bezeichneten „Flüchtlingskrise“ konnten Parteien rechts des Konservatismus hohe Wahlergebnisse einfahren. Rassismus wurde zum Erfolgsfaktor. Aber migrations- und asylfeindliche Losungen beantworten noch keine gesellschaftlichen Fragen.
Wie verhalten sich extrem Rechte, wenn sie an den Fleischtöpfen der Macht sitzen? Hier handeln die verschiedenen Akteur_innen in einzelnen Aspekten durchaus unterschiedlich, auch wenn ihnen grundlegende Haltungen und vor allem Widersprüche gemein sind. Weiterlesen

Zerstörung des Kunstwerks am Dachauer Bahnhof ist politisch zu werten

Seit 4.8.19 findet anlässlich des 100 jährigen Bestehens der Künstlervereinigung Dachau (KVD) eine Ausstellung von Kunstwerken im öffentlichen Raum statt. Die Künstler_innen beklagen seitdem die Zerstörung ihrer Werke. Es wurden beispielsweise Keramikskulpturen zerstört. Ein Kunstwerk sticht bei diesen Vorfällen heraus. In der Unterführung der Frühlingstraße am Dachauer Bahnhof sind an zwei gegenüber liegenden Wänden Bilder angebracht. Das eine zeigt deutsche Kolonialherren vor über 100 Jahren, das andere Geflüchtete aus dem Jahr 2015. Auf dem Boden war ursprünglich eine Art Teppich, auf dem stand „Sie kamen übers Meer“. Bereits in der ersten Nacht wurde der Teppich und das Bild aus der Kolonialzeit abgerissen. Mittlerweile wurde das Bild insgesamt dreimal zerstört, zuletzt in der Nacht von 19.8. auf den 20.8.19. Auch mittels Werkzeug, da die Plane mit dem Bild regelrecht zerschnitten wurde. „Sie kamen übers Meer“ wurde von der Künstlerin ersatzweise als Schriftzug auf den Boden gesprüht.
Unter einem darauf Bezug nehmenden Artikel im Merkur wird die Zerstörung in den Kommentaren gerechtfertigt. Weiterlesen

Fast jeder dritte Arbeitsvertrag in Dachau befristet

Dachau, die Wohlstandsinsel. Ein Hort der Glückseeligkeit im Speckgürtel von München. Von wegen! Zwar ist hier die Arbeitslosenquote mit 2,1% (BA Februar 2019 ¹) gering. Aber was es für eine Arbeit ist und welche Art der Beschäftigung, davon war bisher wenig zu hören. Bis jetzt.
Nach einer in der Lokalpresse veröffentlichten Untersuchung des DGB ist nahezu jede dritte Stelle in Dachau und Landkreis befristet. Besonders betroffen sind mit 42, 9% Menschen unter 25 Jahren. In Hilfsberufsgruppen sind es fast die Hälfte der Beschäftigungsverhältnisse (46,3%). Und vor allem Frauen sind überdurchschnittlich durch Befristungen benachteiligt (35,6%). Auch das ist nicht verwunderlich. Weiterlesen

Communique: Terror als Bestandteil und Strategie des Neonazismus

communique juli zwanzigneunzehn

Ausgehend von dem durch den Neonazi Stephan E. begangenen Mord an dem CDU Politiker Walter Lübcke, soll hier ein roter Faden gezogen werden. Über die Kontinuität rechten Terrors und kontinuierliche bewusste staatliche Ignoranz und Nichtaufklärungswillen. Ein Text mit stellenweise lokalen Bezügen.

Der Aufschrei in Politik und Medien war groß als der Mord an Lübcke bekannt wurde. Von einer „unterschätzten Gefahr von rechts“ war die Rede und der Besorgnis „über die Gewaltbereitschaft rechter Gruppierungen.“ Aber es wurde nichts unterschätzt. Rechte Gewalt ist seit Jahrzehnten eine existenzielle Gefahr für Menschen, die ins Visier der extremen Rechten geraten. Ähnliche Aussagen waren in Politik und Medien nach der Selbstenttarnung des NSU zu vernehmen. Und was hat sich seither geändert in der Sichtweise auf rechten Terror? Weiterlesen

25.07.19 Salzburg: 1000-Kreuze-Marsch blockieren! Für mehr feministischen Widerstand!


prochoicesbg.noblogs.org

Jedes Jahr im Sommer wird die Salzburger Altstadt Bühne eines befremdlichen Spektakels: ultra-religiöse FundamentalistInnen veranstalten einen sogenannten „Gebetszug 1000 Kreuze für das Leben“. Weiße Holzkreuze tragend ziehen selbsternannte „LebensschützerInnen“ dabei durch die Gassen. Organisiert wird das antifeministische Event von Human Life International (HLI, Lebenszentrum Salzburg) gemeinsam mit EuroProLife (München). Der „1000 Kreuze Marsch“ in Salzburg ist ein Treffen christlicher AntifeministInnen aus Österreich, Bayern und Südtirol. Der Zweck ihres Auftrittes: Propaganda gegen reproduktive Selbstbestimmung und gegen Emanzipation ganz allgemein. Weiterlesen

Demo 22.06.19: Rechten Terror bekämpfen – Antifaschistischen Widerstand aufbauen!

22.06.2019 | Stiglmaierplatz | 14:00 Uhr | nsuprozess.net

Was viele von uns schon vermutet haben, hat sich diese Woche bestätigt. Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) kommt aus der Naziszene: Stephan Ernst. Er ist rechter Gewalttäter seit den 1990ern: er beging eine homofeindlich-rassistische Messerattacke 1992. Er verübte einen Bombenanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft 1993. Mit einem Nazi-Mob griff er 2009 eine 1. Mai-Demonstration von Gewerkschaften an. Ernst war in der NPD, spendete an die AfD, hatte Kontakte zu rechtsterroristischen Netzwerken wie Combat 18, hortete Waffen in seiner Wohnung. Er hat eine einschlägige rechte Organisierungs- und Gewaltbiografie. Weil Walter Lübcke humanitäre Grundwerte im Umgang mit Geflüchteten verteidigte, war er seit Jahren Ziel von massiver rechter Hetze und Morddrohungen. Am 2. Juni 2019 wurde Lübcke auf der Terrasse seines Wohnhauses mit einem Kopfschuss getötet – eine Hinrichtung ähnlich den Morden des NSU. Weiterlesen

02.07.19 Antifa Infocafé: „Franquismo“ – Der spanische Faschismus


20:00 Uhr | FREIRAUM DACHAU | Brunngartenstr. 7

Die extreme Rechte bezieht sich nicht nur auf den Nationalsozialismus. Strömungen wie die völkische „Neue Rechte“ versuchen diesen bewusst zu umgehen. Auch für Antifaschist_innen ist es unerlässlich sich inhaltlich mit anderen Faschismusmodellen zu beschäftigen. Die spanische Variante birgt mehrere Besonderheiten. In Spanien versuchten sich die Faschist_innen 1936 an die Macht zu putschten, worauf die Arbeiter_innenschaft in Katalonien mit einer sozialen Revolution antwortete. Weiterlesen